Spurensuche im Westerwald

Praktische Naturwissenschaften - Klasse 5c

Die Klasse 5c ist eine der beiden Klassen dieses Jahrgangs, die seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 eine Profilklasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt bildet. Neben dem regulären Biologieunterricht steht für die Schüler einmal wöchentlich eine Doppelstunde lang das Fach "praktische Naturwissenschaften" auf dem Stundenplan, zunächst mit einem biologischen Schwerpunkt. Beobachten, Nachforschen und Versuche stehen in diesen Stunden im Vordergrund. Ausgehend vom Entdecken und Gestalten des Schulumfeldes haben die Schüler sich schrittweise in die "Welt des Kleinen" vorgetastet bis hin zu Dingen, die nur noch im Mikroskop zu erkennen sind.

Der Aufenthalt im Schullandheim in Norken im Westerwald im Oktober 2007 bot natürlich besonders viele Möglichkeiten, in der Natur auf "Spurensuche" zu gehen.

 

Baumstamm
Wolfssteine
Bestimmen der Funde im Jagdhaus
Grasfrosch

Allein die nächste Umgebung des Schullandheims ließ die kleinen Forscher schnell und reichlich fündig werden. Ausgerüstet mit Käscher, Lupe, Sammeldosen wurden Wanderungen interessant und abwechslungsreich, denn überall gab es Interessantes zu entdecken: verschiedene Käfer, Schmetterlinge, Insektenlarven, Asseln und anderes "Bodengetier" sowie Kröten und Grasfrösche in allen Größen. Letztere waren besonders beliebt, und manch einer der Jungen hätte gerne einige davon nach Düsseldorf gebracht.

 

Bestimmen der Funde
Nest mit Erdwespen und Larven

Mit Becherlupen und einem Binokular ausgerüstet, ließen sich auch kleine Lebewesen noch bestimmen. Spannend war es auch herauszufinden, welcher Vogel im Wald Federn verloren hatte oder ein Nest von Erdwespen einmal ganz genau aus der Nähe anzuschauen.

 

Spurensuche am Waldboden
Sternmoos
Spurensuche im Wald
Verschiedene Bodentiere

Warum wachsen Baumschwämme nur an toten Bäumen, was verbirgt sich in einem Moospolster, warum gibt es überhaupt Pilze, was unterscheidet sie von den "normalen" Pflanzen, wie unterscheidet sich eine Kröte von einem Frosch, warum dürfen wir den Frosch nicht in die pralle Sonne setzen? Solche Fragen ergeben sich aus dem Beobachten und Suchen und sind dann weitaus interessanter, als wenn sie in einem Klassenraum ohne Anschauung beantwortet werden müssen.

 

Ein Igel machte uns die Freude, in den Kellerfensterschacht vor dem Jagdhaus zu plumpsen. Er wurde rasch und unter großer Anteilnahme der gesamten Klasse befreit, und man kann, wie man sieht, auch einen Igel auf den Arm nehmen und streicheln! Die vier Tage im Schullandheim haben sicherlich dazu geführt, viel Neues zu entdecken und das Verständnis für biologische Zusammenhänge zu vertiefen. Nur das, was die Kinder in der Natur kennen und verstehen gelernt haben, werden sie auch schützen!

 

Laufkäfer (Goldleiste)
Bestimmen, ...
... Kleben, Malen
Norkenplan

Fotos und Text : Cornelia Wilfert